2.4mR   Meter Klasse

Die 2.4mR ist ein Kielboot, das 1983 von den Bootkonstrukteuren Odd Lindqvist, Peter Norlin und Hakan Södergren in Skandinavien entwickelt wurde. Die 2.4mR Boote werden in Finnland gebaut und sind vor allem in Skandinavien, den Niederlanden, England, Deutschland, Australien, den USA und Canada sehr beliebt.

Auslöser für die Entwicklung der 2.4mR waren die America's Cup Regatten in der 12mR-Klasse. Die 2.4mR Boote, mit einer Länge von 4,18m und 0,8m Breite, werden daher auch als "Mini-Zwölfer" bezeichnet und bilden das jüngste Mitglied der Metre-Rule Boote, zu denen der 6mR, 8mR und natürlich der 12mR zählen. Mit der 2.4mR-Klasse wollten die Entwickler die Handlichkeit eines kleinen Segelboots mit den Vorteilen eines Kielboots vereinen. 1992 wurde der 2.4mR-Klasse der Status "International Class" seitens der International Sailing Federation (ISAF) vergeben.

Die Trimm- und Steuermöglichkeiten des Bootes sind sehr vielfältig und Änderungen machen sich sofort bemerkbar, so dass die Steuerung sehr viel Fingerspitzengefühl bedarf. Sämtliche Trimm- und Steuereinrichtungen befinden sich in unmittelbarer Nähe des Seglers und können mit wenig Kraft und Körpereinsatz bedient werden. Daher werden die technischen und taktischen Fertigkeiten des Regattaseglers als die zentralen Punkte des Segelns der 2.4mR-Bootsklasse betrachtet.

Da das Boot jedem Segler Chancengleichheit bietet, weil athletische sowie körperliche Eigenschaften nebensächlich sind, ist es auch für ältere Segler und Menschen mit Behinderungen geeignet.

Die 2.4mR-Boote gelten aufgrund des Festauftriebs in Bug und Heck als unsinkbar. Durch den 180kg schwerensegmentierten Bleikiel kann die 2.4mR auch bei starkem Wind gesegelt werden. Das 2.4mR-Boot wird über Fußpedale gesteuert; allerdings kann es auch mit einer Pinnensteuerung ausgestattet sein.

Hier ein Foto aus der neu eingerichteten Produktion in Finnland.

Produktion 2.4mR